04.06.2016

Mexico - auf den Spuren der Maya und Azteken - Bellas Reisebericht Teil 2

Hi Ihr Lieben!

Heute berichte ich Euch über den zweiten Teil meiner Reise durch Mexico! Dieser Teil umfasst die Orte Valladolid und Merida.



Am nächsten Tag ging es zu viert mit dem Mietwagen von der Firma Hertz (die Kosten haben wir dann durch 4 geteilt) nach Valladolid. Der Mietwagen hat ca. 25 Euro pro Person pro Tag gekostet. Zuzüglich Benzin. Die Straßen sind sehr gut ausgebaucht und es ist auch kaum Verkehr. Es ist alles super beschildert und die Orte sind wie im Gitternetz angeordnet. Die Straßennamen sind durchnummeriert, von Nord nach Süd sind es gerade Nummern und von Ost nach West sind sie ungerade. Eine Adresse würde demnach wie folgt lauten: "Das Hostel befindet sich in der 57. Straße zwischen der 60. und der 62." Man findet sich problemlos ohne Karte zurecht. 





Coba 



Auf dem Weg nach Valladolid verschlug es uns nach Coba. Coba ist einen Ruinenstätte auf die man selbst raufklettern kann. Die Einzige soweit ich weiß. In schwindelerregender Höhe kann man von dort die wunderschöne Aussicht genießen.




Das Seil hilft bei den rutschigen Steinen den Abstieg zu erleichtern - für die Leute die keine Birkenstock haben :-) Meiner Meinung nach die besten Reisebegleiter überhaupt!!!! - Coba ist echt eine kleine aber beeindruckende Ruine. Durchaus einen Besuch wert!









Übernachtung:     Boutique Hotel Casa-Quetzal

Nach Coba ging es dann gleich weiter nach Valladolid. Dort kamen wir am späten Nachmittag an und suchten unser Hotel. Lonelyplanet hat das Hotel aufgelistet und wir haben es uns sogleich angesehen. Wir übernachteten somit im Boutique Hotel Casa Qutzal. Ein wirklich sehr schönes Hotel mit Frühstück und einem kleinen Pool. Diesen nutzten wir allerdings aus Zeitgründen nicht. Wir hatten ein Zimmer mit zwei Doppelbetten. Die Unterkunft war nur 10 Minuten zu Fuß vom Stadtzentrum entfernt. Somit schlenderten wir Abends im süßen Städtchen umher, kauften Souvenirs und gingen Essen. 


Die Gebäude sind sehr im spanischen Stil 


Im Zentrum der Stadt ist die "Plaza" mit einer Kathedrale. Da die Straßen gitternetzartig angeordnet sind, ist es fast unmöglich sich zu verlaufen. Valladolid ist ein wirklich sehr süßes kleines Städtchen mit ca. 40.000 Einwohnern. Der Ort lädt zum bummeln, schlendern und flanieren ein :-)





Das Hotel ist gleich neben de Kirche "Convento de San Bernadino de Siena". Abends wurde ein Film auf den Mauern projiziert. Ich glaube es war die Geschichte von Valladolid. Ich kann es allerdings nur erahnen, da es auf Spanisch erzählt wurde. Dennoch war es wirklich sehr spektakulär und beeindruckend. Gegenüber der Kirche im Gras saßen viele Menschen und schauten sich das Spektakel an.





Am nächsten Tag standen wir sehr früh auf. Um genau zu sein eine Stunde früher als geplant. Denn in Valladolid herrscht eine andere Zeitzone als in Tulum. Eine Stunde zurück. Tja das haben wir dann auch erfahren als wir verschlossenen Frühstücksräumen standen :-) Allerdings war das Personal sehr freundlich und hilfsbereit als sie unsere verplanten Gesichter sahen. Sie bereiteten extra für uns schon einmal das Frühstück her. Somit konnten wir also noch etwas eher losfahren. 

D a s   Z i e l :    C h i t ze n    I t z a. 

Einem der Weltwunder. Wir sind selber mit dem Auto angereist. Es war gar kein Problem. Alles ist super ausgeschildert. Ich würde allerdings sehr sehr früh losfahren um den Massen an Menschen nicht zu begegnen. Ich glaube wir sind um ca. halb 9 losgefahren und waren um 9 am Parkplatz. Mittags wird es sehr heiß, darum empfiehlt es sich in den frühen Morgenstunden zu starten. Für Chichen Itza würde ich ca. zwei Stunden einplanen. Außer ihr wollt das komplette Programm und jeden einzelnen Stein anschauen, dann könnte das Ganze durchaus einen ganzen Tag dauern :-)


Chichen Itza 

Chichen Itza ist die bekannteste und mit ca. 8000 Besuchern täglich die meist besuchte Ruinenanlage Yucatans. Die Stadt ist in einem sehr guten Zustand und übersät mit alten Ruinen. Wer alles sehen möchte, braucht wie gesagt mindestens einen Tag. 

Pyramide des Kakulcán (El Castillo)

Zentrum der Stadt war die 33 Meter hohe Pyramide Castillo. Bekannt aus unzähligen Postkarten, Reportagen und Fotos. Die Anzahl der äußeren Stufen beträgt insgesamt 365. Aus den vier Himmelsrichtungen führt eine Treppe mit je 91 Stufen empor. Zusammen mit der Plattform ergibt das 365. Das sind genau die Tage des Jahres, welche von den Maya schon berechnet werden konnte. Ich finde das sehr beeindruckend.



Tzompantli


Die Mauer der Totenköpfe fand ich auch sehr beeindrucken. Vor allem weil sie so gut erhalten ist. Man kann die einzelnen Totenköpfe sehr gut erkennen. Ob es sich bei dieser Mauer um eine Opferstätte handelt ist allerdings ungewiss. 

Die bis vor kurzem rätselhafte Schrift der Maya ist entschlüsselt, Kalenderberechnungen erforscht. und die Rolle der Gottheiten und Priester geklärt. Jedoch bleibt noch vieles verborgen in der mittelamerikanischen Geschichte. Es wird viel spekuliert. Niemand weiß genau, wie sich das Dorfleben im achten und zwölften Jahrhundert genau abgespielt hat. Wie sich die Leute damals die Zeit vertrieben und wie sie einfach gelebt haben...



Cenote Sagrado

Ebenso von Bedeutung war für die damalige Zeit die Große Cenote Sagrado. Sie ist auch einen Besuch wert und ebenfalls auf dem Gelände. Der Name Chichen Itza bedeutet "Mund des Brunnen des Volkes". Die Cenote diente als natürlicher Brunnen und sozusagen als Namensgeber. Sie war für die Versorgung sehr wichtig. Doch sie diente auch als Opferstelle. Menschen wurden damals hineingeworfen und auch Silber und andere wertvolle Gegenstände als Opfergabe. 

Es gibt noch unzählige weitere Bauwerke auf diesem Gelände.




Auf dem Gelände finden sich ab ca. 12 Uhr unzählige Touristenmassen wieder. Um die Zeit kommen alle Reisebusse von Cacnun, Tulum etc. angereist. Außerdem viele viele Verkaufsstände. Eine von uns hat wirkliche Schnäppchen dort gemacht. :-) 

Nachdem wir Chichen Itza ausgiebig bestaunt hatten, wollten wir noch in die Ik Kil Cenote. Diese liegt ca. 3 Km von Chichen Itza entfernt.


Ik Kil 


Diese Cenote ist 17 Meter tief und die Wassertiefe beträgt 46 Meter. Wahnsinn!!


Es gibt Umkleidekabinen und Duschen. Diese müssen auch benutzt werden bevor man die Stufen hinuntersteigt. Unten angekommen sind natürlich viele viele Menschen auch darauf aus, in der Cenote zu schwimmen. Das Wasser ist ganz dunkel. Man sieht eigentlich nichts.Fast ein bisschen gruselig. Ein kompletter Kontrast zur der Grand Cenote in Tulum. Aber Ik Kil ist einfach nur wunderschön. Von oben dringt die Sonne ein und scheint auf das dunkle Wasser. Es befinden sich kleinere schwarze Fische im Wasser und knabbern den einen oder anderen Zeh - meinen - an. :-) Des Weiteren gibt es eine Sprungstelle in ca. 3 Meter höhe. Viele lassen es sich nicht nehmen von dort oben herunter zu springen. Zwei von uns waren so mutig und haben es auch gewagt!




Anschließend fuhren wir wieder weiter zum nächsten Stop unserer Reise. Merida.









In Merida angekommen, dachten wir wir sind im falschen Film. Die Stadt glich im Zentrum 1:1 Valladolid. Wir dachten echt, wir haben uns verfahren und haben die falsche Richtung genommen :-). Die Städte sind wie gesagt im Zentrum ziemlich ähnlich angeordnet. In der Mitte ein großer Platz und eine Kathedrale. Um den Platz sind Cafes Restaurants etc. angebracht. Und die Straßen führen Gitternetzartig aus der Stadt heraus.

Übernachtung: Hotel Marionetas

Ein wirklich sehr süßes hübsches Hotel. Wir fanden es ebenfalls im Loneyl Planet. Allerdings ist es etwas teurer gewesen. Aber der Preis lohnt sich definitiv. Im kleinen Innenhof gibt es einen tollen Pool. Dieser kann auch bei Nacht genutzt werden und war eine richtig schöne Abkühlung. Uns wurde zudem ein sehr sehr leckeres Getränk serviert. Ich glaube es war so eine Art Gurkenwasser. Sehr zu empfehlen. Zu dem Hotel gehört ein Vegetarisches/Veganes Restaurant. Das Essen war einfach köstlich. Ich hatte gegrilltes Gemüse und Tofu. Jedoch gibt es auch sehr leckere Sandwiches und vieles mehr. Das Frühstück war hierbei inklusive. Es war schlichtweg perfekt. Man konnte sich aus der Karte diverste Gerichte aussuchen wie Pancakes, Bagels, Eier etc. 



Merida ist ein wirklich süßes Städtchen. Jedoch muss ich zugeben, dass wir eigentlich Merida nur bei Nacht besucht haben :-) Zeitlich ließ es sich nicht anders regeln. Wir gingen abends ein paar Häuser weiter in eine Coktailbar. Wunderschön. Mit einem riesigen Außenbereich und es war sehr viel los. Leider schließen die Läden hier um 11 Uhr und alle Gästen wurden dann sozusagen vor die Türe gesetzt. Allerdings war der Abend ja noch recht früh, also packten wir den Hotelkoch und den Concierge ein und gingen in eine nahegelegene "Disco". Und das war der Wahnsinn. Nicht nur dass mit dem Hotelpersonal feiern gingen, nein es war eine richtige SalsaDiscothek. Mit Life-Musik und umringt von lauter Latinos und Latinas. Auch wenn Europäerinnen bei Mexicanerinnen nicht sonderlich beliebt sind, hatten wie einen riesigen Spaß und tanzten Salsa bis in die frühen Morgenstunden.


Am nächsten Tag hatten wir definitiv ein richtes Katerfrühstück nötig. Und wir wurden nicht enttäuscht. Es war einfach köstlich. Anschließend posierten wir noch für ein Facebookfoto für die Homepage des Restaurantes und fuhren anschließend wieder zurück nach Valladolid. Dort angekommen gönnten wir uns noch ein richtig gutes Mittagessen im Yerbabuena del Sisal Restaurante. Ganz versteckt aber sehr zu empfehlen. Es war nicht weit weg von der Kirche neben unserem Hotel. Dort verbrachten wir ein paar Stunden und planten unseren letzten Tag. 




Leider war schon der letzte Tag angebrochen. Am nächsten mussten wir uns von unseren zwei Mitreisenden verabschieden. Es waren tolle 4 Nächte und wir haben einen riesigen Spaß zusammen gehabt! Wir verbrachten die letzte gemeinsame Nacht in Playa del Carmen. Wir kamen spät abends dort an und fuhren am nächsten Tag sehr früh wieder weiter. Für Sina und Lara ging es weiter nach Bacalar und wir fuhren zum Flughafen nach Cancun. 

Dort gaben wir das Auto zurück und bummelten noch einmal ein bisschen in den Shoppingcentren bevor wir in unseren Flieger steigen. 


Cancun Beach

Unser Auto 


Für uns ging es jetzt ab nach Costa Rica wo wir unsere nächsten 3 Wochen verbrachten. Darüber werde ich Euch nächsten Samstag berichten und wunderschöne Bilder online stellen. Ich hoffe sehr, Ihr freut Euch!



Ich kann Mexico wirklich jedem nur wärmstens ans Herz legen. Es ist ein traumhaft schönes Land voller Geschichte. Ihr könnt sehr viel unternehmen und anscheuen. Es gibt viele Ruinen und tolle Sehenswürdigkeiten. Wir waren selbst nur zwei Wochen dort, und haben so viel von Yucatan gesehen! Es rentiert sich somit auch für einen Aufenthalt von 2-3 Wochen! Das Essen und die Leute sind super freundlich und ich habe mich in den ganzen zwei Wochen kein einziges Mal unwohl oder ängstlich gefühlt. Wer im September kommt, kann viel mehr Flamigos und andere Vogelarten beobachten. Ebenso kann man auf Holbox mit Waalhaien schwimmen! Das soll auch ein tolles Erlebnis sein!



Ich werde definitiv wieder nach Mexico fliegen! 

Liebe Grüße

Eure




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