28.02.2016

Backpacking-Trip Thailand - Meine Reiseerfahrungen Teil 1



An alle Reiselustigen und Fernweh geplagten da draußen :)



-- Thailand -- 

Ich war letztes Jahr das erste Mal in meinem Leben außerhalb von Europa unterwegs. Ich bin Studentin und habe somit in den Semesterferien neben dem Arbeiten immer viel Zeit und habe mich letztes Jahr endlich gewagt zu reisen. 



Ich wollte entweder allein verreisen oder mit einer fremden Reisebegleitung. Grund dafür war, dass ich einfach einmal abschalten wollte. Ich hatte keine Lust im Urlaub über Dinge von Zuhause zu reden. Ich wollte es einfach nur genießen und die Kultur und das Leben dort kennenlernen. Da ich das erste Mal als Backpacker unterwegs war, war es mir dann doch lieber mit einer Begleitung zu reisen. Hierzu kann ich euch die Seite join my trip sehr empfehlen. Ihr meldet euch an, gebt an wohin ihr reisen wollt, wie lange, was ihr erleben wollt, in welchem Zeitraum etc. Anschließend kann man noch auswählen ob man einen weiblichen oder männlichen Reisepartner sucht und in welchem Alter. Anschließend erscheint es auf der Website wie eine Anzeige die jeder lesen und sich bei dir melden kann. Du kannst natürlich auch stöbern und findest vielleicht so deinen idealen Partner. Man verabredet sich vielleicht oder telefoniert über Skype und hat so den ersten Kontakt und kann herausfinden ob man zusammen klarkommt. Ich muss sagen, so anspruchsvoll war ich nicht. Ich habe meine Reisepartnerin recht schnell gefunden. Sie kam aus Norddeutschland und ich aus München und getroffen haben wir uns dann in Abu Dhabi am Flughafen und sind dann zusammen nach Bangkok weiter geflogen. Es hat alles super geklappt. Die anfänglichen Bedenken waren somit unbegründet. Auch wenn es anfangs vielleicht ein bisschen komisch war oder es ein zwei Tage gedauert hat bis man warm geworden ist, muss ich sagen, dass ich sehr zufrieden mit meiner Reisebegleitung war :) Wir hatten die gleiche Vorstellung unserer Reiseroute und auch einigermaßen die gleichen Interessen. Es war aber nicht schlimm, das ein oder andere alleine zu unternehmen. 


Route Teil 1:
Bangkok – Ayuttaha – Sukhothai – Chiang Mai.



Gesamtroute
Route 1 im Norden






Unsere Route sah so aus, dass wir in Bangkok nur eine Übernachtung hatten (da ich im Sommer eh noch einmal nah Bangkok geflogen bin wollte ich es mir dann da genauer anschauen) und gleich weiter nach Ayutthaya sind. Ansonsten würde ich jedem Bangkok empfehlen. Es ist eine tolle Stadt!! 

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Ayutthaya:

Ich muss leider sagen, dass Ayutthaya nicht zu empfehlen ist. Es ist sehr dreckig, viele freilaufende Hunde - vor allem Nachts - und auch sonst hat es eigentlich außer den Sehenswürdigkeiten kaum etwas zu bieten. Wenn ihr euch aber selber ein Bild davon machen wollt und euch die Tempel dort ansehen möchtet, kommt ihr am besten wie ich mit dem Bus dorthin. Aber passt auf, am Busbahnhof in Bangkok solltet ihr direkt zu dem richtigen Schalter gehen und dort buchen. (Die Schalter sind angeschrieben). Uns hat ein "Mann in Uniform" angesprochen und gefragt wo wir hinwollten. Er hat uns dann zu einem anderen Schalter geschickt und der Bus den wir dort buchten war ein kleiner unbequemer Minivan und ich denke nicht ganz offiziell. Der hat uns dann an irgendeiner Hauptstraße in Ayutthaya auch rausgeschmissen und nicht am Busbahnhof. Die Suche nach einem Tuktuk erwies sich dann als schwierig. Also ich würde euch empfehlen direkt zu dem richtigen Schalte zu gehen und nicht auf die Leute zu hören die euch zu einem anderen schicken wollen :) 


Übernachtung:
Grandparent's Home
Es war eine gute Unterkunft und für zwei Nächte vollkommen okay. Das Abendessen war ganz lecker aber kein Vergleich zu den Gerichten aus Bangkok. Integriert war ein Café, das sah wirklich im Vergleich zum restlichen Gebäude klinisch rein aus. Der Kaffee und Eiskaffee waren wirklich lecker dort. 

Fazit:
Ansonsten hat Ayutthaya nicht so viel zu bieten. Abend sind wir nicht rumgelaufen da uns wegen den Hunden davon abgeraten wurde. Am nächsten Tag haben wir uns ein Tuk Tuk für den ganzen Tag gemietet der uns dann von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit gefahren hat, was wirklich praktisch war. Ich muss aber sagen ich war froh als ich wieder weg war.


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Sukhothai:

Unser nächster Stopp lautete Sukhothai. Dort gibt es eine wunderschöne riesengroße Tempelanlage. Man kann dort alles mit dem Fahrrad erkunden. Es war wirklich schön und ich kann diesen Stopp sehr empfehlen. Problem ist, dass dort nur der Bus hinfährt und kein Zug. Darum konnten wir von Bangkok auch keinen Nachtzug nach Chiang Mai nehmen, da wir unbedingt nach Sukhothai wollten. Naja also alles mit dem Bus gefahren – mehrere Stunden – es gibt schöneres.


Übernachtung:
TR Guest House.
Es war auch ganz nett aber mehr auch nicht. Die Einrichtung war Renovierungs- und Reparaturbedürftig aber für umgerechnet ein paar Euro kann man nicht meckern. Ich kann es euch trotzdem empfehlen. Es war sehr sauber und das Personal sehr freundlich. Zudem lag es zentral und man konnte zu der Tempelanlage mit dem öffentlichen Bus - für ich glaube nur ein paar Baht -fahren. (Der Bus fährt allerdings nur im Schneckentempo und es dauert darum für ein paar Kilometer 20 Minuten.) Ich fand die Fahrt ganz nett, man saß inmitten von Einheimischen und ist sogar ein bisschen mit ihnen ins Gespräch gekommen.




Abends ist in der Chopper Bar (nur ein paar Meter neben dem TR Guesthouse) viel los. Es gibt gutes Essen und ganz gute Cocktails. Ansonsten muss ich sagen ist die Stadt sehr verschlafen. Gefrühstückt haben wir nebenan im Garden House. Super leckere Pancakes und Pineapple Juice.  





In der Anlage sind auch viele schöne kleine Seen


Am Tag haben wir wie gesagt die Tempelanlage angeschaut. Wir sind mit dem Fahrrad das ganze Gelände abgefahren und es war wirklich toll! 
Abends ging es dann auch schon weiter. 



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Chiang Mai:
Im Dschungel

Spät abends um 10 Uhr sind wir in Chiang Mai angekommen. Ganz anders wie Sukhothai. Absolut kein Vergleich. Es war laut, groß, viel los aber eine wirklich tolle und belebte Stadt. Unser Problem war, dass in Sukhothai und Ayutthaya das Internet sehr schlecht war und es für uns fast unmöglich war eine Unterkunft vorab zu buchen. Also mussten wir spät abends mit schweren Rucksäcken (ja, mein Rucksack hat mich eigentlich bei der Ankunft am Flughafen schon aufgeregt - noch mehr als ich gesehen hab, dass meine Reisebegleitung einen mit integrierten Rollen hatte). Also sind wir die Straße mit den am meistens einmarkierten Unterkünften abgelaufen die Lonely Plante empfohlen hat und haben in jedem Hotel/Hostel gefragt. Leider hatten wir das Pech, dass zu der Zeit Happy New Year der Chinesen war und eigentlich fast alles ausgebucht schien. Es blieben noch vereinzelt ein paar teurere Hotels übrig als der übliche Backpacker-Preis. 


Übernachtung:
MiniCost Hotel (ca. 1500 Baht) und Awana House
Das erste Hotel war super. Klimatisiert und tip top eingerichtet. In den anderen Nächsten haben wir ein Zimmer für 450 Baht im Awana House bekommen. Es war im obersten Stockwerk und es hat mir am Besten von allen gefallen. Das Personal war sehr sehr nett und hilfsbereit bei der Organisation der Unternehmungen. Wir haben auch alle Ausflüge über Awana gebucht, was preislich keinen Unterschied gemacht hat aber wir konnten uns somit verlassen, dass es auch tatsächlich funktioniert.


Kochkurs: 
Ein Kochkurs ist ein Muss!! Ich kann es nur jedem ans Herz legen. Ich habe nirgends besser gegessen als dort, wo ich selber gekocht habe! Man schlendert erst über einen Markt und bekommt alle möglichen Zutaten erklärt, was wirklich interessant war. Anschließend kann man sich selber aussuchen was man kochen möchte und bereitet dies unter der Anleitung von einer Köchin zu.



Chicken with Ceshewnuts
Tom Kha Gai

Dschungeltour:
Mein Highlight: Wir haben eine zweitägige Tour durch den Dschungel gemacht. Übernachtet hat man in einem Karen-Dorf hoch oben in den Bergen. Es war wirklich ein tolles Erlebnis. 


Allein der Sonnenuntergang war ein Traum. Unsere Gruppe war auch super witzig und wir haben viele Deutsche kennengelernt. Der Aufstieg war zwar ziemlich anstrengend - es waren glaub ich 2 - 3 Stunden bergauf in der Hitze. Nicht jedermanns Sache aber im Grunde war es nicht so schlimm. Ihr solltet allerdings euer Wasser nicht vergessen. Ich hatte nur eine Flasche dabei und musste mich bei allen anderen dann „durchschnorren“. 


Dort oben konnte man für ein paar Baht Wasser kaufen und Abends gab es essen und mitten in der Nacht sogar für besonders hungrige Rühreier. Dass dort andere Bedingungen herrschen (kein Strom, kein Licht, provisorische Dusche etc.) ist eigentlich klar. Man hat in einer Bambushütte auf Matratzen geschlafen. Dass Kakerlaken in der Nacht rumgelaufen sind thematisiere ich jetzt lieber nicht so sehr, aber wir haben die Mückennetze unter die Matratzen gestopft und es konnte somit SICHER nichts hindurch! :) 



Tipp:
Das allerbeste allerdings ist, und das ist es warum ich diesen "Gewaltmarsch" mitgemacht habe, dass es dort oben absolut stockfinster ist nachts. Man liegt also mit dem Blick zum Himmel auf den Bänken und kann den Himmel in seiner vollsten Sternenpracht beobachten. Es waren sogar einige Sternschnuppen am Himmel. Es waren viele viele Sternbilder zu sehen und auch sonst einfach ein magischer Moment. Es war wirklich der schönste Augenblick für mich von der ganzen Reise. 




Am nächsten Tag sind wir dann wieder bergab gelaufen zu einem Wasserfall. Dort konnte man auch baden und den Wasserfall herunterrutschen. Danach gab es noch eine Tour auf Elefanten und danach noch Wasserrafting und eine Bambusfloßfahrt. Die war allerdings bescheiden. Man saß komplett im Wasser mit der eigentlich einzigen Hose die man dabei hatte und ist im Schneckentempo den Fluss entlang gefahren.

Es war wirklich ein schönes Abenteuer und ich kann es jedem nur ans Herz legen.



Chiang Rai:
Einen Ausflug nach Chiang Rai zu dem berühmten weißen Tempel haben wir auch gemacht. Er war zwar sehr schön aber total überfüllt. Ob ich es jetzt empfehle weiß ich nicht. Ich denke jeder will ihn sich sowieso anschauen aber ich finde es wäre jetzt nicht sonderlich schlimm gewesen wenn man das Spektakel verpasst hätte. Viele Chinesen und andere Touristen befinden sich auf dem Gelände. Wer zu kurze Kleidung trägt muss ein weißes bodenlanges Tuch tragen und man bekommt eigentlich kaum ein Foto ohne andere Personen darauf hin, da wirklich sehr viel los ist. Trotz allem ist es wirklich ein schöner Tempel und durchaus wenn man sich bewusst ist, dass man gewiss nicht alleine unterwegs ist, eine Reise wert. 


Fazit:
Ansonsten hat Chiang Mai sehr viel zu bieten. Der Nachtmarkt ist natürlich perfekt für Shoppingspaziergänge durch die Gassen. Die Preise sind um einiges billiger als im Süden. Es gibt auch viele Tempel in Chiang Mai (allerdings muss ich gestehen, ich habe keinen einzigen besucht). Abends ist viel los und überall etwas zu entdecken. Es ist auch schön einfach nur durch die Straßen zu schlendern oder in eine Bar einzukehren und der Live-Musik zu lauschen. Das Essen und die Getränke sind einfach ein Traum. Frisch gepresster Granatapfelsaft ist mein absolutes Highlight. Aber lasst euch selber gerne davon überzeugen wie wundervoll Thailand einfach nur ist!

Teil 2 meiner Route folgt bald :)


Eure 






1 Kommentar:

  1. Was für ein Traum!! Toller Post ...Fernweh vorprogrammiert.
    Tascha

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